BTC in Afghanistan
Wenn Frauen ihre eigene Bank werden
Es gibt Geschichten, die uns daran erinnern, dass finanzielle Freiheit nicht nur eine Frage des Wohlstands ist, sondern eine Frage der Menschenwürde. Die Geschichte von Roya Mahboob ist eine davon. Als die Taliban 1996 ihr Heimatland Afghanistan übernahmen, war sie sieben Jahre alt. Eines Tages spielte sie mit ihrem Fahrrad im Vorgarten, ihren roten Lieblingsschal tragend, als bewaffnete Männer in einem Jeep auftauchten. Danach durfte sie nicht mehr draußen spielen. Ihr roter Scarf wurde gegen ein schwarzes Kleid getauscht – „genau wie bei allen anderen Mädchen“. Die Taliban verbrannten Bücher und Videokassetten auf den Straßen. Roya durfte nicht mehr zur Schule gehen. Alle Wege zum Wissen waren verschlossen, alle Brücken zur Außenwelt niedergebrannt.
Und heute?
Als die Taliban 2021 zurückkehrten, wurde Bitcoin für viele afghanische Frauen zur Lebensader. Während die Taliban Bargeldabhebungen limitierten und Millionen hungerten, erhielten Frauen Nothilfe in Kryptowährungen. Sie führen heute geheime Online-Leben, lernen Kryptowährungen zu nutzen, in der Hoffnung, finanziell unabhängig zu werden. Bitcoin ist für sie kein Investment – es ist Überleben. Es ist die Möglichkeit, ein Bankkonto zu haben, ohne einen Mann um Erlaubnis fragen zu müssen. Es ist wirtschaftliche Selbstbestimmung in einer Welt, die ihnen diese Rechte verwehrt.



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